Notmeerschweinchen in Berlin

Über uns

Tiere haben wir schon seit vielen Jahren. Leider haben wir früher auch viele Fehler in der Haltung gemacht.
Mittlerweile sind wir klüger geworden – wobei hier natürlich gilt, dass man prinzipiell nie auslernt.
Wir haben regen Kontakt zu anderen Meerschweinchen-Notstationen. Über die Kontakte zu den Notstationen ist uns bewusst geworden, wie viele Meeris irgendwann einfach abgeschoben, ausgesetzt oder nicht mehr ihren Bedürfnissen entsprechend behandelt werden. So dass wir uns entschieden, auch einen kleinen Teil dazu beitragen zu wollen, dass Meerschweinchen in Not geholfen wird. Wir möchten an dieser Stelle einräumen, dass absolut jeder einmal in die Situation kommen kann, an der er sich gezwungen sieht, sein Tier abgeben zu müssen – aus welchen Gründen auch immer. Diese Einsicht ist für die meisten Tierfreunde hart genug. Wir möchten diesen Menschen entgegenkommen, und ihnen die Gewissheit geben, dass wir bemüht sind, für ihre Tiere ein neues Zuhause zu finden.
Auch bei Fragen zu Vergesellschaftung, Käfiggestaltung und Ernährung können Sie uns kontaktieren. Wir helfen Ihnen und Ihren Tieren gerne weiter.

Unterbringung

Die Vermittlungstiere leben im Moment in kombinierten 120er Käfigen sowie Eigenbauten. Die Vermittlungstiere werden niemals mit unseren eigenen Tieren vergesellschaftet, um deren Gruppenstruktur und Gesundheit nicht zu gefährden.

Ein Hinweis in eigener Sache

Uns ist durchaus klar, dass man Meerschweine an anderen Stellen, z.B. über Anzeigen sehr viel günstiger bekommt, dass sie zum Teil sogar verschenkt werden. Wir finden diesen Tatbestand keinesfalls tiergerecht, und möchten mit der Erhebung der Schutzgebühr – wie der Name schon sagt – dem Tier einen Schutz ermöglichen und durch den Schutzvertrag der Kommerzialisierung der Tiere entgegenwirken. Die Schutzgebühr ist nicht verhandelbar, wer die oberen Abschnitte gelesen hat, wird auch verstehen warum.
Wir sehen uns in erster Linie als Meerschwein-Liebhaber und Tierschützer.
Wir stehen der Tatsache, dass sowohl bei vielen Züchtern als auch in Privathaushalten Nachwuchs in völlig übersteigerten Massen produziert wird, sehr kritisch gegenüber und vertreten –sehr pauschal und vereinfacht gesagt- die These, dass jeder Meerschweinhalter nur so viele Tiere halten sollte, wie er persönlich auch versorgen kann.
 

Züchter

Von Züchtern, die ihre Nachzuchten für Dumping-Preise in der Zeitung verschachern halten wir ebenso wenig wie von Privatpersonen, die Nachwuchs am laufenden Band produzieren und sich anschließend nicht verantwortungsvoll um die Vermittlung kümmern.
Rasse-Zuchten mögen in den Augen von Züchtern die Berechtigung haben, dem Erhalt der Arten und der reinen Rassen zu dienen.
Wir sind der Meinung, dass dieser Bestand längst gesichert ist, da es aktuell eine geradezu überproportional hohe Zahl von Rassemeerschweinzuchten gibt.
Solange täglich noch Tiere ausgesetzt und verschenkt werden, sollte man sich unserer Meinung nach darauf konzentrieren, die bereits existierenden Massen von Meerschweinen in gute Hände zu bekommen.
Des weiteren möchten wir uns hiermit ausdrücklich von Züchtern distanzieren, die parallel zu ihren Nachzuchten auch Nottiere aufnehmen und vermitteln. Unserer Meinung nach sind diese beiden Dinge nicht vereinbar. Wie man sich gleichzeitig der Massen von Notmeerschweinchen bewusst sein kann und trotzdem weitere Meerschweine "produziert" ist uns unerklärlich. Dieser Standpunkt mag radikal klingen, ist aber unserer Ansicht nach der einzig praktikable.
Wir wissen, dass es Menschen gibt, die diese Meinung nicht teilen – und wir akzeptieren auch deren Standpunkte, teilen sie jedoch nicht unbedingt.

Zoohandlungen

Aus diesem Grund unterstützen wir persönlich auch keine Zoogeschäfte, die lebende Tiere verkaufen, sondern beziehen Tierbedarf und Futtermittel in ausgewiesenen Online-Shops. Wir möchten damit zeigen, dass wir den Grundgedanken, dass man ein Tier einfach so kaufen kann wie ein Sandwich, nicht unterstützenwert finden.
Wer noch auf der Suche nach der Frage ist, warum es unter Umständen sinnvoller ist, einem Tier aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu bieten anstatt einfach in den nächsten Zooladen zu gehen, dem wird vielleicht die folgende Reportage über den Alltag in Zoogeschäften eine kleine Entscheidungshilfe sein. Klicken Sie bitte einfach auf das Banner, um die Dokumentation zu starten. Beachten Sie, daß das Material explizite Bilder enthält.