Flo

Flo, lieber Schatz....
Wir hoffen, Du weißt, dass wir weiter mit Dir gekämpft hätten,
hätte es nur einen Sinn gehabt.
Hätten wir Dich nicht erlöst,
hätten wir Dein Leiden nur verlängert,
und so haben wir Dich schweren Herzens gehen lassen.

Man hätte sich schon viel früher Deiner annehmen müssen –
leider ist das nicht passiert.
Man wartete auf ein Wunder,
und das hat Dich letzen Endes das Leben gekostet.

Wir haben Dich sehr liebgewonnen, kleiner Schatz.
Wir hoffen, wir konnten Dir ein kleines bisschen die Schmerzen nehmen
in den wenigen Tagen, die Du bei uns warst.
Hoffentlich flitzt Du nun schon wieder über grüne Wiesen
und hast schon viele Freunde auf der anderen Seite des Regenbogens gefunden.

Wir denken an Dich und werden Dich nie vergessen, Süßer...


Flo

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Über ihn: Rosette in Tricolor
Männlich
Geboren: ca. 11 / 2007
Kastration: geschieht nach Genesung
Eingezogen am: 31.12.2010
Eingeschlafen am: 03.01.2011


Wir waren heute früh (03.01.2011) mit Flo bei der TA unseres Vertrauens. Dort wurde er gleich geröntgt, aber das Röntgenbild übertraf leider im negativen Sinne alle Erwartungen. Die Zähne waren ungleichmäßig abgenutzt, allerdings so stark, dass die Zahnwurzeln der kompletten rechten Zahnreihe allesamt kaputt und entzündet waren. Man hätte die komplette obere Zahnreihe rausnehmen müssen, und das Auge wäre da nur eine weitere Baustelle gewesen.
Über die Extraktion von einem oder zwei Zähnen hätte man reden können – Meerschweine reagieren recht sensibel auf Zahn-OP s, so dass eine Extraktion der kompletten Zahnreihe, noch dazu im Oberkiefer, ein zu gravierender Eingriff für das Tier gewesen wäre. Auch unsere TA hat uns davon abgeraten. So haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, ihn gehen zu lassen. Wir hätten ihn gerne noch bei uns behalten, aber es gab keine andere Wahl.
Seine Vorgeschichte: Flo kam zu uns am Silvesterabend. Sein Partner war vor einem Jahr gestorben, seitdem lebte er allein. Nun war er schwer krank geworden. Seine Halter schrieben eine Email am Silversternachmittag. Seit Montag sei sein Auge geschwollen, der Haustierarzt war überfragt und vermutete eine Zyste hinterm Auge und konnte daher auch nur noch auf einen Spezialisten verweisen. Er gab ihnen Bene-Bac und RodiCare mit und spritzte dem Tier Metacam. Leider vergaß er wohl zu erwähnen, dass das Schmerzmittel nur ein paar Stunden wirken würde. So saß Flo tagelang mit starken Schmerzen Zuhause.
Den Besitzern fehlte leider das Geld, um die nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Zudem hatten sie aus familiären Gründen kaum Zeit ihn zu päppeln. Binnen weniger Tage verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Nachdem wir uns über seinen aktuellen Zustand informiert hatten entschieden wir uns, Flo sofort zu uns zu holen trotz Aufnahmestopps. Der Hinweis darauf, dass das Tier schon seit mehreren Tagen kaum frisst und in der Ecke hockt sowie die Tatsache, dass es generell schwierig sein dürfte am Silvesterabend eine alternative Pflegestelle zu erreichen, bestärkten unsere Entscheidung den Kleinen umgehend bei uns aufzunehmen. Als wir ihn sahen wussten wir, dass es richtig war sofort zu handeln. Flo hätte das Wochenende wahrscheinlich kaum überlebt.
Wir haben ihn übers Wochenende aufgepäppelt und mit Medikamenten versorgt. Das Röntgenbild machte dann jedoch alle Hoffnungen zunichte.