Feliks

Feliks...

Selten haben wir so ein tapferes Meeri wie Dich erlebt.
Seit wir Dich kennen, also seit nunmehr fast zwei Jahren,
konntest Du Deine Hinterbeine nicht mehr bewegen
und warst ab der Hüfte abwärts gelähmt.

Von Deinen Vorbesitzern wurden wir noch angepöbelt,
dass sei erst seit kurzem und ihnen natürlich nie aufgefallen
und Dich am Leben zu lassen, sei Tierquälerei.

Wärst Du bei ihnen geblieben, wärst Du schon lange tot.

Deine Schmerzen müssen schier unerträglich gewesen sein,
die grün verschimmelten Köttel in Deiner Perineal-Tasche sprachen Bände.

Dennoch war Deine Lebensfreude ungebrochen.
Als Du endlich eine Freundin bekamst und die wundgescheuerte Haut verheilt war, warst Du völlig außer Dir vor Freude.

Trotz Handicap umbrommseltest Du die Damenwelt, warst munter
und Deine Arme stark genug, Dich vorwärts zu ziehen.

Die Physiotherapie und ständige Medikamentengabe ertrugst Du mit einer Engelsgeduld.

Die monatelange Dauerbelastung war am Ende zu viel für Dein Schultergelenk.
Als Du Dich nicht mehr bewegen konntest, mussten wir Dich gehen lassen.

Wir und Natalie vermissen Dich sehr, Deine Kraft schien unerschöpflich.

Wir hoffen, Du hast Primel schon wieder gefunden
und Ihr beide könnt endlich unbeschwert über die Wiesen tollen.

In Liebe, Deine Zweibeiner


Feliks

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Über ihn: CH Teddy Mix in Tricolor (Goldaguti-Rot-Weiß)
Männlich
Geboren: ca. 03 / 2005
Kastriert: 06/2009
Eingezogen am: 06.11.2009
Eingeschlafen am: 01.08.2011


Feliks lebte fast zwei Jahre bei uns und ertrug seine schwere Wirbelsäulenverletzung mit Bravour. Bis zum Schluss fraß er gut, war munter und brommselte seinen Mädels was vor. Da er jedoch monatelang seinen Hinterleib nachzog, war irgendwann die Dauerbelastung für seine Arme zuviel. Kurz vor seinem Tod gab sein rechtes Schultergelenk nach und er konnte sich nicht mehr fortbewegen. Wir entschieden uns daher, ihm diese zusätzlichen Schmerzen zu ersparen und ließen ihn über die Regenbogenbrücke gehen.

Feliks war ein ganz tapferer und sehr lieber und aufmerksamer Schweinemann. Aufgrund seines Gesundheitszustandes wurde er nicht vermittelt.
Er wohnte zuletzt mit Primel und Natalie zusammen.
Feliks sollte nach seinem Einzug bei uns erstmal ein bisschen zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Er wurde fortan mit Homöopathika und Schmerzmittel behandelt, so dass er trotz seines Arthroseleidens ein schmerzfreies Schweinchenleben führen kann. Wir therapierten ihn mit Vitamin B, Zeel und gegen die Schmerzen in den Knien bekam er Metacam. Zusätzlich machten wir mit ihm ein bißchen Physiotherapie.
Als er hier ankam, war sein Penis wundgescheuert und sein Bauch kahl vom Liegen. Daher saß er eine Zeit lang auf Tüchern und wurde mit Salbe behandelt. Das Fell begann nach ein paar Tagen langsam nachzuwachsen und der Penis war bald nicht mehr entzündet.
Er frisst und ist munter und aufgeweckt.
Nach langer Suche hatten wir im Januar 2010 endlich eine liebe Frau für ihn gefunden. Er wohnte bis zu ihrem Tod mit Olivia zusammen, mit der er sich blendend verstand.
Feliks war völlig aus dem Häuschen vor Freude und kuschelte ein paar Stunden später mit seiner neuen Freundin :)
Nach ihrem Tod wurde Primel seine neue Partnerin. Zum Glück verstand er sich auch mit ihr wunderbar.
Im Juli 2010 zog Natalie bei uns ein und wohnt nun auch mit Feliks und und Primel zusammen.
05.02.2010: Feliks wurde heute erneut geröngt. Er hat einen schweren Bandscheibenvorfall zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel. Die Wirbel stoßen aufeinander, es ist praktisch keine Bandscheibe mehr vorhanden. Zusätzlich hat er schwere Arthrose in den Knien, die aber nicht sein Hauptproblem sind. Er bekommt nun auch ein Durchblutungsmittel, damit die Beinchen gut durchblutet werden.
25.06.2010: Aufgrund der starken Belastung ist der Ballen der rechten Vorderpfote aufgegangen. Er bekommt nun Marbocyl, Eiter kommt zum Glück nicht und die Wunde heilt auch gut ab. Feliks geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Er frisst gut, ist putzmunter und genießt das Zusammensein mit seiner neuen Freundin Primel.
20.10.2010: Feliks hat sich einen Heuhalm tief ins Auge gerammt wodurch er eine heftige Kornea-Läsion hat. Er bekommt nun Augensalbe.
Anfang November: Die Augenverletzung ist abgeheilt.
Seine Vorgeschichte: Feliks wurde abgegeben, da seine Partnerin verstorben war.
Glücklicherweise hat sich die anfängliche Befürchtung unserer TA, Feliks könnte aufgrund seiner versteiften Hinterbeine an Osteodystrophie erkrankt sein, nicht bestätigt. Dafür zeigte das Röntgenbild stark ausgeprägte Arthrose in beiden Kniegelenken.
Wie lange Feliks schon mit den schmerzenden Knien zu kämpfen hat, weiss wohl nur er allein. Wir sind allerdings mit unserer Tierärztin einer Meinung, die befindet, dass so eine gravierende Einschränkung mit einhergehendem reduzierten Zustand nicht von heute auf morgen gekommen sein kann.
Ebenfalls soll Feliks ihrer Meinung nach zu leicht sein. Wir arbeiten daran, sein Normalgewicht wieder herzustellen.
Feliks robbt auf seinen Vorderbeinen durch die Welt. Die unumgängliche Folgerscheinung: Feliks ist nicht mehr in der Lage, seinen Kot selbst aufzunehmen, und auch das Putzen seiner kompletten hinteren Körperhälfte ist nur noch sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich.
Die Tierärztin musste den kompletten inneren Analbereich sowie die Perinealtasche von Urin- und zum Teil schon verschimmelten Kotresten befreien. Diese Prozedur war wirklich sehr anstrengend für den Kleinen, wir sind aber sehr stolz, dass er so tapfer mitgemacht hat.